Fipronil-Skandal EU will Eier-Krisensitzung

Frederick Owens
August 12, 2017

Manager sollen das Insektizid Fipronil verbreitet haben.

Die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd haben Eier wieder in ihr Angebot genommen. Siebzig Millionen Eier werden rund um Ostern verspeist, heißt es. Es sei davon auszugehen, dass "rund 10,7 Millionen möglicherweise mit Fipornil belastete Eier aus den Niederlanden nach Deutschland geliefert worden sind", berichtete die Rheinische Post unter Berufung auf eine Antwort des deutschen Landwirtschaftsministerium auf eine Anfrage der Grünen. Sobald verarbeitete Lebensmittel betroffen sind, werden diese ebenfalls in die RASFF-Liste aufgenommen. In Dänemark gelangten rund 20 Tonnen Fipronil-Eier eines belgischen Lieferanten in Cafes und Kantinen sowie zu Catering-Unternehmen. Das teilte die Behörde für Lebensmittelsicherheit am Donnerstagabend mit. "Es gab über diesen Bericht keinerlei offizielle Kommunikation der Niederlande", sagte Ducarme. Die Belastung mit den Insektengift sei zwar nicht gesundheitsschädlich, aber zu hoch für den Verkauf.

In Rumänien ist eine Tonne mit Fipronil verseuchtes Flüssig-Eigelb aus Deutschland entdeckt worden. In Österreich sollen zwei Großhändler Hunderte Kilo gekochter und geschälter Eier aus den Niederlanden an Gastronomen verkauft haben. Eine Ladung von 48.000 belasteten Eiern aus den Niederlanden sei in der zweiten Junihälfte in Geschäften der Supermarktkette Leader Price angeboten worden, so Travert weiter.

Der Fipronil Skandal schlägt seine Wellen in Europa. Bild SN  APA  DPA  GUIDO KIRCHNER
Der Fipronil Skandal schlägt seine Wellen in Europa. Bild SN APA DPA GUIDO KIRCHNER

Auch Luxemburg, Schweden und die Schweiz sind vom Skandal betroffen - Spanien, Portugal und Italien nach ersten Erkenntnissen hingegen nicht. In höheren Dosen führe es zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen bis hin zu Lähmungserscheinungen. Wie sie genau wirkt, ist allerdings nicht bekannt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) versichert, dass durch den Verzehr belasteter Eier keine konkrete Gesundheitsgefährdung besteht. Das Mittel wird etwa bei Hunden gegen Hautparasiten wie Läuse, Milben und Flöhe eingesetzt. Ihnen wird eine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit durch den Einsatz von Fipronil in Ställen von Legehennen vorgeworfen, ausserdem der Besitz verbotener Substanzen. Die Firma schweigt seit Tagen zu den Vorwürfen.

In Belgien, den Niederlanden, Deutschland und Frankreich wurden nach Angaben der EU-Kommission wegen dem Fipronil-Skandal bisher landwirtschaftliche Produktionsstätten geschlossen. So musste die EU-Kommission am Mittwochabend einräumen, dass Belgien schon am 6. Juli Informationen über Fipronil-Funde in eine EU-Plattform eingespeist hatte, um die Niederlande zu einer Kooperation bei Nachforschungen zum Thema zu bewegen.

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